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Chinesische Bauausbilder werden qualifiziert

Lehrgangsteilnehmer aus Heze mit Ausbildern und Dolmetschern, oben im ÜAZ Bautzen, mitte im ÜAZ Leipzig und unten im ÜAZ Dresden. Fotos: BBS

Gut ausgebildete Fachkräfte sind in der chinesischen Baubranche noch Mangelware. Um die steigenden Qualitätsanforderungen der Regierung aber auch der Kunden besser erfüllen zu können, lässt der chinesische Baukonzern HUCG Bauausbilder als Multiplikatoren im Freistaat Sachsen qualifizieren.


Die Ausbildung erstreckt sich über drei Jahre. An den Standorten des Bau Bildung Sachsen e. V. in Bautzen, Dresden und Leipzig sowie im Bauzener bfw - Unternehmen für Bildung erfolgt die Qualifizierung in den Bereichen Hochbau, Tiefbau, Ausbau, Elektroinstallation sowie Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. 35 chinesische Ausbilderanwärter durchlaufen die praktischen und theoretischen Module. Dazu sind sie abwechselnd mehrere Monate zunächst in Deutschland und anschließend wieder in der Volksrepubik China. Elf intensive Schulungswochen haben die stets motivierten Teilnehmer bereits in Sachsen absolviert. Nun festigen sie das Erlernte in der Heimat. Das Vorhaben ist das bislang umfassendste und weitreichendste Auslandsprojekt des Bau Bildung Sachsen e. V. Besonders stolz ist Geschäftsführer Dr. Jens-Uwe Strehle auf den Hintergrund des Vorhabens: "Erstmals tragen wir die Zusammenarbeit mit dem asiatischen Ausland standortübergreifend in die Breite. Vor allem setzen wir aber erstmals ein vollständig von der chinesischen Seite finanziertes Bildungsprojekt um". Grundlage ist eine Qualifikationsoffensive der chinesischen Zentralregierung. Diese fördert eine praxisorientierte Berufsausbildung und die Qualifizierung von 50 Millionen Wanderarbeitern bis Ende 2021.


Demnächst reisen die deutschen Fachausbilder für fünf Wochen in die Shandong-Provinz. Sicherlich werden auch sie Neues lernen.

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