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„Schülerwerkstatt - Entdecke dein Talent“ - ein gelungenes Beispiel für praxisnahe Berufsfelderprobung

Foto: Praxisberaterin Andert-Oberschule Ebersbach-Neugersdorf, Bettina Kintzel

Foto: Praxisberaterin Andert-Oberschule Ebersbach-Neugersdorf, Bettina Kintzel

Im Rahmen der „Schülerwerkstatt“ mit der Klassenstufe 8 der Andert-Oberschule Ebersbach-Neugersdorf erhalten die Schüler die Möglichkeit, sich zwei Wochen lang in neun verschiedenen Berufsfeldern auszuprobieren. Jeder Schüler kann, entsprechend seiner Interessen, drei Berufsfelder auswählen, in denen er tiefere Einblicke erhält. Die angebotenen Berufsfelder sind:

• Bau/Holz,
• Kunststoff,
• Hauswirtschaft/Hotel/Gastronomie,
• Farbe/Raumgestaltung,
• Lager/Handel,
• Wirtschaft/Verwaltung,
• Metall/Elektro,
• Landwirtschaft/Ernährung (Bäcker/ Fleischer m/w) und
• Pflege/Soziales.

Die Schüler erhalten einen vertieften Einblick in die Berufs- und Arbeitswelt und werden auf die spätere Berufswahl vorbereitet. Dies erfolgt unter anderem auch in enger Zusammenarbeit mit Unternehmen in der Region.

Eine besonders gelungene und praxisnahe Berufsfelderprobung fand in diesem Schuljahr im Bereich Bau/Holz statt. Die Firma OSTEG Oberlausitzer Straßen-, Tief- und Erdbau Gesellschaft mbH Zittau, Kooperationspartner der Andert-Oberschule im Bereich der Berufsorientierung und Ausbildung, übernahm an einem Tag die Anleitung der Schüler in der „Schülerwerkstatt“.

Herr Rico Wobst, technischer Mitarbeiter und Ausbilder der Firma OSTEG und Herr Marcel Bertram, Auszubildender zum Straßenbauer im 3. Lehrjahr, zeigten den Schülern, wie Flächen mit künstlichen Steinen u. a. Betonpflaster in unterschiedlichen Ausführungen gepflastert und gestaltet werden. Die dazugehörigen Vorarbeiten leisteten die Schüler vorab selbstständig. Durch die Jugendlichen wurden in der Halle Kammern gemauert und mit Sand befüllt. So konnte sofort mit der Arbeit begonnen und, unter der fachlichen Anleitung der Mitarbeiter der Firma OSTEG, die Pflasterbettung planeben abgezogen werden.

Im Anschluss wurden die unterschiedlichen Materialien und Pflasterverbände vorgestellt. Jede Gruppe konnte nun individuell ihre Fläche gestalten. Stolz präsentierten die Schüler ihre Ergebnisse.

Eine Brücke zwischen Schule und Wirtschaft zu „bauen“ wird immer wichtiger. Davon profitieren alle; Jugendliche finden leichter den Einstieg in den Beruf und Unternehmen können ihren Fachkräftebedarf decken. Viele Betriebe stellen nach eigenen Aussagen oft fest, dass die Schülerinnen und Schüler zu wenig über unterschiedliche Berufe wissen oder ihre Vorstellungen vom tatsächlichen Arbeitsalltag abweichen. Um dieser Problematik entgegen zu wirken und eine zielgerichtete Berufswahl zu ermöglichen, werden intensive Netzwerke aufgebaut und den interessierten Schülern angeboten.
 

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