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Schülerwerkstatt „Entdecke dein Talent“

(Fotos: ÜAZ Bautzen)

Schülerwerkstatt „Entdecke dein Talent“ Seit dem Schuljahr 2008/2009 bietet das ÜAZ Bautzen das Projekt „Schülerwerkstatt“ für Schüler aus nunmehr 19 regionalen Schulen an. An dem Projekt können sowohl Haupt- als auch Realschüler der Klassenstufe 8 und Förderschüler mit vorgesehenen Hauptschulabschluss der Klassenstufe 9 teilnehmen. Die Oberschulen aus Kamenz, aber auch aus Ebersbach-Neugersdorf nehmen gern den weiten Weg auf sich, um am Praktikum im ÜAZ Bautzen teilnehmen zu können.

Im Rahmen des dreitägigen Besuches im Berufsfeld Wirtschaft/ Verwaltung unter der Leitung von Ausbilderin Sophia Lehmann entwarfen wir, 12 Schülerinnen und Schüler der Klasse 8b aus der Andert-Oberschule Ebersbach-Neugersdorf, Fragebögen und Texte zur Erstellung dieses Artikels.

Für uns begann das Projekt „Schülerwerkstatt“ mit dem ersten Teil der Potenzialanalyse. Im Mittelpunkt standen dabei unsere sozialen Kompetenzen, wie beispielsweise Team- und Konfliktfähigkeit. Unsere Stärken wurden durch verschiedene Aufgaben getestet. Vor jeder Übung wurden wir in neue Gruppen eingeteilt. In der ersten Aufgabe handelte es sich um die Konstruktion einer Brücke, die nur aus Schaschlikspießen, Klebeband und Garn bestehen durfte. Eine weitere Schwierigkeit war, dass unsere Brücke zwischen zwei Stühlen mit einem Abstand von mindestens 30 cm ein Handy aushalten musste. Als nächstes bekamen wir die Aufgabe, ein Interview mit unserem Partner über seine Trauminsel zu führen. Anschließend wurden die Trauminseln vor der gesamten Klasse präsentiert. Hierbei erhielt jeder einzelne Schüler von den drei Beobachtern hilfreiche Tipps und Hinweise, um auch auf zukünftige Vorträge oder gar eventuelle Vorstellungsgespräche vorbereitet zu sein. Als nächstes erwartete uns nach der wohlverdienten Frühstückspause eine Gruppendiskussion zum Thema „Der ideale Lehrer“. In den drei Gruppen kamen sehr verrückte und unterschiedliche Ergebnisse heraus. Die letzte Aufgabe verlangte nochmal viel Kreativität von uns Schülern. Wir sollten in zweier Teams einen möglichst kreativen und funktionierenden Würfel herstellen. Über unsere tollen Ergebnisse waren wir sehr erstaunt. Die Schwierigkeit bei allen Übungen bestand in den Zeitvorgaben, die teilweise bei einigen von uns auch Hektik auslösten. Außerdem wollten Frau Sauermann und ihre Kollegen herausfinden, wie es uns gelang, uns selbst einzuschätzen. Bevor wir in den Feierabend starten konnten, erhielt jeder Schüler von den Beobachtern sein Ergebnisprotokoll, welches bei den meisten aber gar nicht so schlecht ausfiel, wie gedacht.

Im 2. Teil der Potenzialanalyse wurden wir in unserem Arbeitsverhalten beobachtet. Anders als bei der Ermittlung der sozialen Fähigkeiten war hier jeder von uns auf sich allein gestellt. In den einzelnen Aufga-ben wurde beobachtet wie wir an Aufgaben herangingen. Außerdem wurde auf unser Auffassungs- und Konzentrationsvermögen als auch auf unsere Denkfähigkeit geachtet. Für die Beobachter war außerdem wichtig wie selbstständig, sorgfältig und ausdauernd wir arbeiteten. Unsere Arbeitseinstellung sowie unser Interesse und das Handgeschick wurden ebenfalls eingeschätzt. Sowohl praktische Arbeiten, wie zum Beispiel in der Aufgabe „Fisch feilen“ als auch Testaufgaben, die Genauigkeit und Feinmotorik erforderten, zu denen die Übungen „Maße“ und „Winkel“ beispielsweise gehörten, wurden von uns ausgeführt. Uns gefiel auch dieser Tag gut und die meisten zeigten Spaß an der Erledigung der Aufgaben.

Unserer Klasse haben die Aufgaben gut gefallen und wir freuten uns schon auf das Praktikum im ÜAZ Bautzen.

Zur Potenzialanalyse in der Schule durften sich alle Schüler aus den vorhandenen acht Berufsfeldern drei Bereiche auswählen, die sie interessieren würden. Zur Auswahl standen die Berufsfelder

 

  • Bau/ Holz,
  • Farbe,
  • Kunststoff,
  • Hauswirtschaft/Gastronomie,
  • Metall/Elektro,
  • Pflege/Soziales,
  • Wirtschaft/Verwaltung und
  • Lager/Handel.

Jeder von uns besuchte im Praktikum jeweils drei Tage lang seine drei gewählten Berufsfelder. In jedem Berufsfeld erhielten wir einen Einblick über die verschiedenen Tätigkeiten, wie beispielsweise im Bereich Wirtschaft/Verwaltung, wo wir eine Veranstaltung planten und etwas über die Postbearbeitung erfuhren.

Im Schweißen von Kunststoffen durften wir uns im Bereich Kunststofftechnik ausprobieren und die Zusammenstellung einer Bestellung war ein wichtiger Bestandteil im Berufsfeld Lager/Handel. Außerdem lernten wir das richtige Anlegen eines Verbandes sowie das Betreuen und Pflegen von Personen im Bereich Pflege/Soziales kennen.

Unsere Berufswünsche waren komplett verschieden. Von Erzieherin über Polizistin und Tierärztin bis zum Programmierer gab es die unterschiedlichsten Vorstellungen über unsere berufliche Zukunft.

Während der zwei Wochen wurden von uns alle acht Berufsfelder besucht. Am besten gefielen uns die Bereiche Farbe, Pflege/Soziales, Hauswirtschaft/Gastronomie und Wirtschaft/ Verwaltung. Es war eine abwechslungsreiche Zeit, die uns viel Spaß bereitete und unser Interesse geweckt hatte. Außerdem konnten einige testen, ob ihr Wunschberuf wirklich etwas für die Zukunft wäre.

16 Schüler unserer Klasse wussten nach den zwei Wochen, welche Berufe nichts für ihre berufliche Zukunft wären. Zehn von uns konnten sich eine Tätigkeit in einem der erprobten Berufsfelder vorstellen. Weiterhin entdeckten fünf Schüler einen neuen Berufswunsch im Praktikum.

 

Bericht von Schüler/innen der Andert-Oberschule Ebersbach-Neugersdorf

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